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the Finger

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Septic IV

Septic III


"The music of the future today" (LA Weekly)

 

Wie in einen gigantischen Flipper gesperrt fühlt man sich beim Hören von "Decade One", der ersten europäischen Veröffentlichung von Babyland. Nach einem harten Schlag rast man in eine scheinbar chaotische Anordnung von metallischen Hindernissen, an denen man sich den Schädel unansehnlich verformt. Bevor man schreien kann, geht es mit Höchstgeschwindigkeit eine Rampe hinauf. Funken sprühen, bunte Lichter blinken und überall um einen herum kreischt, kracht und scheppert es.

 

Bedient wird der Flipper von Dan Gatto und Smith, zwei Kaliforniern, die diesen Trip als "Independent Electronic Junk Punk" bezeichnen ­ ein anarchistischer Cocktail aus Hardcore, Techno, Drum & Bass und Noise, der hält, was jedes einzelne Wort dieser Selbstbeschreibung verspricht. Die Nervenattacken des Duos sind chronisch unterproduziert und roh und zeigen dem momentan schwer angesagten Future Pop ganz klar den Mittelfinger.

 

Ihre Musik besteht eher aus Adrenalin- & Sampleorgien wie "Mask" und "Logan's Run", die es in Deutschland bereits zu Club-Hit Status gebracht haben. Ruhepausen sind in der Musik von Babyland eher selten, lassen sich aber in Stücken wie "Sophomore" oder "The Door Northern" ebenso finden. Um sich an deren Melodien zu erfreuen, muß allerdings erstmal eine ganze Menge Lärm in mühevoller Kleinarbeit akustisch beiseite geräumt werden.

 

Diese vier und noch zehn weitere Stücke sind auf der über Dependent veröffentlichten Kopplung "Decade One" vertreten, die die besten Stücke von allen vier Babyland Alben enthält. Damit bringt das bisher eher für hochwertigen Future Pop stehende Label den Musikfans hierzulande wieder einmal eine innovative, elektronische Band ins Haus und stellt sich dabei bewußt dem scheinbar übermächtigen Trend der aktuellen Elektro-Szene entgegen.

 

In den Vereinigten Staaten sind Babyland bereits Kult. Das hängt neben der Musik mit ihren energiereichen Live-Shows zusammen, bei denen unter anderem Percussions aus Schrott eingesetzt werden ­ zumindest bis sie irgendwann der Flex zum Opfer fallen. Der "Mißbrauch von Instrumenten und Maschinen" gehört dabei zum Konzept. Eine echte Revolution der Musik läßt sich für das Duo nicht erreichen, indem man "Instrumente" so benutzt, wie jeder andere.

 

"Babyland has a future as promising as their lyrics are bleak - this is what people mean when they use the term 'cutting edge'." (Under The Vulcano)